Area 24 – Songs from the Undersphere


Area 24 - Songs from the UndersphereMit „Songs from the undersphere“ schaffen es die Braunschweiger Newcomer von Area 24, sich mit ihren Songs,  die irgendwo zwischen Gothic, Rock und Dark angesiedelt , aber vor allem voll von Emotionen sind, sich in unsere Gehörgänge zu etablieren. Das durchgehende Konzept des Albums könnte man mit Melancholie umschreiben – und da ist es dann auch egal, ob es etwas rockiger, wie z.B. der Opener „Sometimes a heart must die“, oder mit deutlich mehr Elektronik wie bei „This time“ gearbeitet wurde. Die Melancholie ist immer da – aber immer stimmig. Und genau das nötigt mir Area 24 auch den größten Respekt ab… niemals kitschig werdend, niemals übertriebene Gefühle, sondern wirklich eine komplette Erstveröffentlichung lang immer den genau richtigen Ton zu treffen.

Musikalisch gibt es keine Experimente: glasklarer weiblicher Gesang, rauere Männerstimme und dazu viel Gitarre, Bass und Drums, mal mit etwas mehr und mal mit etwas weniger Synthie untermalt. Aber das ist nicht unbedingt negativ zu bewerten. Denn im Gegensatz zu der tollen Fähigkeit Gefühle zu vermitteln, sind Area 24, was das musikalische Können angeht, hoffentlich noch nicht am Ende ihres Weges. Aber versteht mich da jetzt nicht falsch – die Produktion ist wirklich gelungen.

Und auch wenn das gesamte Album die Gefühlslage Melancholie in perfekter Dosis hat, so ist das anscheinend alles mit einer wunderbaren Leichtigkeit in die Musik eingeflossen – nur selbige ist halt nicht von perfektem Können gekennzeichnet. Aber auch nicht vom Gegenteil, hier sind aktuell noch bemühte Handwerker, die sehr viel geübt haben und sehr viel Herzblut in ihre Musik reinstecken… die aber auch einfach noch etwas besser werden können… und dies streckenweise auch schon beweisen.

Insgesamt nehmen uns Area 24 auf eine musikalisch gute und gefühlsmäßig hervorragende Reise mit. „Songs from the undersphere“ ist ein Erstlingswerk, das man gerne auch länger im CD-Player lässt, das einem den Kauf dieser Silberscheibe niemals als rausgeschmissenes Geld vorkommen lässt – aber „Songs from the undersphere“ ist vor allem auch ein Erstlingswerk, durch das man sich auf das Kommende freut… und hofft, nicht enttäuscht zu werden.

 

Tracks
01. Sometimes A Heart Must Die
02. Where Have You Been
03. This Time
04. The Rectangle
05. Hold Me
06. Flowers
07. Dont Ask Me
08. Drunk And Happy
09. Every Day
10. Call On Me
11. The Inflatable Dwarf 

erhätlich ab heute – u.a. bei Amazon

Facebook Kommentare

EINEN KOMMENTAR POSTEN.