DARKNESS ABLAZE – Shadowreign


Shadowreign - Darkness Ablaze3 Jahre ist es nunmehr her, dass Darkness Ablaze ihr gleichnamiges Debütalbum vorgelegt haben. Höchste Zeit also für was Neues. Und das kommt mit dem Titel Shadowreign am 09. April 2010 endlich in die Läden. Nachdem ihr Erstling noch keine 40 Minuten Musikmaterial liefern konnte, so haben sich Darkness Blaze in diesem Punkt schonmal deutlich verbessert – die 10 Songs auf Shadowreign liefern über 53 Minuten Pagan/Viking Unterhaltung.

Aber können Darkness Ablaze nach einem doch eher nicht so berauschenden Debütalbum sich auch sonst verbessern? Um es schonmal vorwegzunehmen: die sechs Baden-Württemberger können! Aber nun genauer.

Auch auf „Shadowreign“ wirbeln Darkness Ablaze Death und Black Metal mit Pagan und Viking Metal durcheinander. Und im Gegensatz zum Debüt klingt das Ganze mittlerweile auch ziemlich reif. So greifen die genannten Stilrichtungen mittlerweile ineinander und das Ganze hört sich nicht mehr nach einem Flickenteppich an wie der erste Longplayer.

Auch qualitativ haben sich die Musiker hörbar verbessert. So variieren die Gitarren mittlerweile zwischen eingängigen Riffs und ordentlich und flink gespielten Solis, und selbst die Akkustikparts klingen vernünftig. Auch Growler Theo hat sich definitiv verbessert. So growlt er sich mittlerweile ziemlich souverän durch die Tracks. Der Pagan-typische Keyboard-Einsatz ist aber definitiv das Highlight bei Darkness Ablaze. Das Tasteninstrument wird perfekt eingesetzt und kann über die doch vorhandene Eintönigkeit gut hinweghelfen. Denn auch, wenn Darkness Ablaze technisch mittlerweile auf einem gutem Level angekommen sind, so bringt doch fast nur das Keyboard echte Abwechslung in die Songs. Und in dem Moment, in dem das Keyboard anfängt etwas langweilig zu werden, trumpfen sie mit Geigen-Tönen auf. Insbesondere bei „The Might Of Repression“ und dem Instrumental-Interlude.

Aber so gut und sinnvoll der Keyboard-Einsatz auch ist – so mies ist doch die Produktion. Hier wurde einfach wahnsinnig viel verschenkt. Man kann für Darkness Ablaze nur hoffen, dass sie beim Nachfolger von „Shadowreign“ jemanden an den Reglern haben, der die Truppe wirklich versteht und entsprechend den gesamten Sound etwas aufbläht. Und leider merkt man an „Shadowreign“ halt sehr deutlich, dass es nicht nur auf gute Musiker ankommt – eine vernünftige Produktion ist genauso wichtig.

Unterm Strich bleibt ein fader Geschmack zurück. Songs, die wirklich großes Potential haben (besonders das schon erwähnte „The Might Of Repression“), aber vor allem durch die unterirdische Produktion dann doch wieder nur auf handwerklich gut gemachte, aber seelenlose Durchschnittskost reduziert wird. Deswegen bin ich auch schon auf das nächste Album gespannt und kann dieses Album nur absoluten Fans dieser Richtung empfehlen. Luft nach oben haben Darkness Ablaze aber allemal, vor allem, aber nicht nur, bei der Produktion.

 

01. Enclosure No. 7
02. Zero
03. The Chains Of Life
04. Trail Of Lies
05. Reduced To A Beast
06. Enlightended By Shadows
07. Interlude (Instrumental)
08. The Might Of Repression
09. Walls
10. Two Souls Marked By Sorrow

+ Live-Videos vom Celtic Rock Festival 2009:
1. The Chains Of Life
2. Once Called For Redemption
+ Download-Code für die komplette Show im Booklet!

 

 


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