PORN – A Decade in Glitter and Danger


Porn CoverGanz ehrlich, ich weiß nicht, wie ich Porn einordnen soll. Aber auf jeden Fall habe ich mit dem vorliegenden Album A Decade in Glitter and Danger eine gute Möglichkeit mir einen umfassen Eindruck zu verschaffen. Denn A Decade in Glitter and Danger ist ein Rückblick auf die ersten 10 Jahre Porn.

Aber um mal gleich den Namen abzuhaken. Auf die Frage, was das Thema „Porno“ mit der Musik von Porn zu tun hat, antwortete Philippe D von Porn: „Es gibt da keine direkte Verbindung. Am Anfang hatten wir ganz offen den Willen zu verstören. Es ist ein kraftvolles Wort, es ist auch eine Hommage an The Cure’s „Pornography“. Es ist auch eine Art sorgfältig, tief und 100%ig zu Denken … nichts verbergen, nackt sein. Unsere Musik ist auch fast wie menschliche Sexualität: Manchmal weich verschmust, manchmal rau und zerstörerisch.“ Also augenscheinlich nicht der Wunsch mit dem Bandnamen einfach nur zu provozieren.

Und mit der Musik? Nun, da habe ich auch nicht das Gefühl, dass Porn irgendwie provozieren will. Im Gegenteil – mein Eindruck ist, dass man es allen recht machen möchte. Und nicht verstören, wie Philippe es meinte. Hier ein bisschen 80er-Jahre-Sound, dort ein bisschen Marylin Manson ,und das Ganze bunt gemischt mit Industrial, poppigen Melodien und einem Gesang wie Placebo. Gewürzt wird das Ganze mit gelegentlichen Gitarrenriffs und hämmernden Elektrobeats. Viel Glitter und wenig Danger in meinen Ohren.

 

Das wirklich Erstaunliche ist allerdings, dass, obwohl man andauernd an irgendjemanden erinnert wird, das Ergebnis doch wieder ganz eigen und einzigartig rüberkommt. Und das dann auch noch unterm Strich wirklich positiv.

Dieser 10jährige Rückblick zeigt zwar ein sehr versiertes Songwriting, aber auch, dass man so einige Inspiration durch andere Künstler hatte.

Die Frage ist nur: Reicht das? Für diesen Überblick definitiv JA! A Decade in Glitter and Danger ist die perfekte Möglichkeit, die Franzosen Porn kennen und schätzen zu lernen. Sie tun nicht weh und schaffen eine eigene Symbiose aus vielem Bekannten. Sie regen definitiv an, machen Lust auf mehr – so richtig befriedigen können sie dann aber doch nicht. Und da wären wir auch wieder bei ihrem Namen… Porn…

 

Naja, bevor ich darauf noch mehr rumreite: hört rein, es lohnt sich. Das Album kann definitiv gefallen. Von mir würde es auf einer Skala von 1 (mies) bis 10 (top) aber eine 6 bekommen.

 

1     All that glitters …
2     Superfurry     
3     Call me     
4     Recycle     
5     The fee     
6     Baby smack     
7     Borderline     
8     Soft machine / Porn machine     
9     Don’t be a lady     
10   Stiff little things     
11   The alternate reality ( Manek Deboto and Craig Sue Mix )     
12   Soft machine Porn Machine ( Ls201 Mix )     
13   The fee Corparation Mix ( Dexy corp Mix )     
14   …is no gold

 

 



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