RESIST – I Am Not The Enemy


Resist - I am not the enemyEvanescence ist tot – es lebe Resist! Genau das waren meine ersten Gedanken, als ich „I Am Not The Enemy“ das erste Mal hörte. Okay, die Sängerin Misha hat nicht diese Stimme wie Amy Lee – aber auf ihre Art mindestens genauso unvergleichlich genial.

Ihre Stimme hält den atemberaubenden Mix aus Gothic, Electro, Rock und Nu Rock zusammen, und Resist wird nicht zuletzt durch ihre Stimme zu einem Hörerlebnis, wie man es sich wünscht. Sie dominiert Resist so, wie man es von einer Lead-Sängerin erwartet und erhofft.

„I Am Not The Enemy“ hat das Potential ein Hit zu werden – in der Szene sowieso, aber auch im Mainstreambereich, womit wir wieder bei Evanescene sind. Dass Misha manchmal auch ähnlich klingt, das brauch ich bei so einem Vergleich wohl nicht mehr schreiben. Aber sie kann auch komplett anders. Schon beim 2ten Song (Cocaine) klingt sie eher wie eine Sexbombe, die sich genau richtig lange im Eisfach aufgehalten hat. Wer mit dem Begriffen „unterkühlt“ und „lasziv“ nichts anfangen kann, der sollte sich Cocaine anhören. Einfach herrlich, wie die Stimme mit den minimalen Elektroklängen harmoniert – die gleiche Stimme, die eben noch gerockt hat, als ob sie den ganzen Tag nichts anderes zu tun hätte.

Und auch „She’s Not Me“ überzeugt in voller Bandbreite. Genauso wie die Remixe von Eurocide und Obsenity Trial. Obsenity Trial nehmen dem Song zwar viel an Schärfe, aber nicht an Würze – auch wenn sie mit belanglosen und viel zu oft gehörten Streichern anfangen. Eurocide gehen den Song da schon ganz anders an. Hier kommen zu einem wuchtigen Sound noch treibende Beats – das perfekte Futter für jede Tanzfläche.

Aber auch „I Am Not The Enemy“ wurde noch remixed – diesmal von EC-HQ. Viel Electro und veränderte Gitarren machen den Song zwar nicht besser als wie er von Misha Collier mit ihrer Band ursprünglich aufgenommen wurde, aber schlecht ist dieser Mix eigentlich auch nicht geworden. Auf jeden Fall so, dass er sicher seinen Weg in die Clubs schaffen wird.

Was soll man zum Schluss einer EP-Bewertung noch schreiben? Dass Resist anscheinend ein neues Juwel sind? Wer das noch nicht mitbekommen hat, der hat nichts gelesen. Dass Resist sehr vielfältig sind? Auch das sollte klar sein. Dass ich (und mit Sicherheit nicht nur ich) extrem auf das erste komplette Album von Resist gespannt sind? Das ist sowieso klar. Also schreib ich einfach nur: Es lebe Resist!

 

 


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