PROSPECTIVE *Partner-Interview*


ProspectiveDieses Interview wurde zum Erscheinen des Albums Perfect Evolution of Humanity im Jahr 2010 mit Caro von PROSPECTIVE geführt. Unsere Review zu diesem Album findet Ihr HIER. Geführt hat das Interview unser Partner Promofabrik, wir veröffentlichen das gesamte Interview.

Hallo Caro, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, uns ein paar Fragen zu Prospective und eurem neuen Album „Perfect Evolution Of Humanity“ zu beantworten.

Caro: Na gerne doch, ich danke euch für euer Interesse!

Für Diejenigen, die euch noch nicht kennen, stell euch doch bitte einmal kurz vor.

Caro: Prospective sind ich, also Carola (24 Jahre, Sängerin, Songwriterin und Komponistion aus Bautzen) und Marco (34 Jahre, Soundingeneering und Komposition aus der Nähe Nürnbergs), die vor nunmehr fünf Jahren beschlossen hatten, das gemeinsame Musikinteresse in Form des jetzigen Duos öffentlich zu machen.

Zwei Jahre sind seit eurem Debüt „The Dark Side Of Life“ vergangen. Was habt ihr zwischenzeitlich gemacht?

Caro: So einiges *lacht* Privat gab es sehr viele Veränderungen viel Positives, viel Negatives, wie das Leben eben so spielt. Was die Band anbelangt haben wir natürlich wieder volle zwei Jahre für die neue Scheibe gebraucht und hatten auch einen sehr schönen Support-Auftritt mit einer der besten und ältesten Bands der Szene (Project Pitchfork, Anm. des Interviewers). Außerdem haben wir trotz aller widrigen Umstände hart dafür gekämpft, uns weiterzuentwickeln, unser Equipment aufzustocken und uns somit zu verbessern. Es ist alles nicht so einfach, wenn man nebenher noch ein ganz normalbürgerliches Leben führt * lacht *

Nun erschien am 26. März mit „Perfect Evolution Of Humanity“ euer zweites Album. Fühlt ihr euch heute gelassener als beim Release von „The Dark Side Of Life“?

Caro: Ich denke Marco schon, für mich ist es eher jedesmal wie Schultüte auspacken *lacht* Aber so ist das mit allem, ich bin eher euphorisch und Marco holt mich immer wieder zurück auf den Boden der Tatsachen *lach* Da ergänzen wir uns wohl gut.

Wie würdest du eure eigene musikalische Entwicklung beschreiben?

Caro: Als Talent mit sehr vielen Verkettungen glücklicher Umstände *lach.
Natürlich braucht man etwas Begabung für das Ganze, aber dass gerade wir beide aufeinander getroffen sind, war schon mal sehr viel Glück, dass wir uns auch noch ergänzt haben noch viel mehr Glück, dass wir den Vertrag bei dem für uns perfekten Label bekommen haben ist schon geschichtsträchtig *lach, und dass wir beide immer genug Elan haben, uns wirklich hinzusetzen, um uns Neues anzueignen und zu basteln und zu testen ist kein Glück mehr, sondern harte Arbeit. Was ich damit sagen will ist, dass wir aufgrund dieser glücklichen Umstände in fünf Jahren verdammt viel erreicht haben und zwar ohne unsere Seele verkaufen zu müssen.

Sind Erfahrungen oder auch Kritiken aus dem Debüt-Album in das neue Werk eingeflossen?

Caro: Ganz klar! Erfahrungen lässt man immer einfließen, selbst wenn man dies nicht unbedingt bewusst macht. Die Kritiken des ersten Albums waren der beste Ansporn, Dinge nachzuholen, die wir uns vielleicht auch nicht unbedingt auf der ersten Platte getraut hatten oder mit denen die Kritiker schlicht weg Recht hatten. Und genau so werden wir das auch in Zukunft tun. Konstruktive Kritik ist doch immer noch der beste Ansporn!

Kommen wir aber einmal zum aktuellen Longplayer. Wir interpretieren den Titel „Perfekte Evolution der Menschheit“ als zynische und sozialkritische Botschaft. Liegen wir da richtig?

Caro: Da liegt ihr vollkommen richtig. Wenn man sich den Text übersetzt ist das auch sehr offensichtlich. Ich erwähne nicht umsonst, dass ich behaupten wollen würde, dass wir uns wie Tiere benehmen, dabei aber feststellen muss, dass jedes Tier menschlicher handelt als wir in vielen Fällen. Denkt ihr, das, was ihr hier jeden Tag seht, soll wirklich die perfekte Evolution der Menschheit sein? So hochtechnologisch und studiert wir auch sind, die Mehrzahl benimmt sich wie ein ordinärer stupider Haufen Wilder ohne Rücksicht auf Verluste. Damit möchte ich niemanden angreifen, sondern eher die wachrütteln, die sich auf gar keinen Fall angesprochen fühlen werden, wenn sie den Titel hören. Es ist nicht mein Ziel, jemanden zu beleidigen, aber wenn ich mit krassen Aussagen auch nur ein wenig erreichen kann und der ein oder andere auch zur Abwechslung seine Scheuklappen mal abnimmt, dann bin ich schon äußerst glücklich, denn von Tag zu Tag verkommt unsere Gesellschaft mehr zu einem egomanen Haufen geldgeiler Zombies für die Zivilcourage und Mitgefühl ein Fremdwort ist.

Beschreibt der Titel auch das Konzept des Albums?

Caro: Davon abgesehen, dass es kein Konzept gab *lach, spiegelt sich viel Sozialkritisches wider, das stimmt schon, aber die Thematisierung ist objektiv relativ gemischt auch wenn es immer darauf hinausläuft, und das ist wohl dann das versteckte Konzept, dass man zu sich selbst ehrlich sein sollte. Wir sind doch schließlich alle Menschen und keine emotionstoten Maschinen.

Auf „PEoH“ gibt es im Gegensatz zu „TDSoL“ erstmals auch Remixe anderer Künstler zu hören. Haben die bei euch angefragt oder seit ihr selbst auf die Suche gegangen?

Caro: Wir mussten nicht suchen *lach. Alle Interpreten, die mitgewirkt haben, sind langjährig befreundete Projekte, mit denen wir liebend gerne zusammenarbeiten, da wir sie musikalisch wie auch persönlich sehr zu schätzen wissen.

Das neue Werk bietet für jeden Geschmack von Balladen bis zu Clubtracks etwas. Was davon magst du persönlich lieber?

Caro: Es ist recht ausgeglichen, allgemein bin ich sehr energiegeladen und rocke gerne mal ab, aber das Ganze ist wie bei jeden wohl stimmungsabhängig und dann wird’s auch schon mal kuschelig *lach.

2008 hattet ihr ja einen Auftritt auf dem Wave Gotik Treffen in Leipzig. Was ist für dieses Jahr geplant?

Caro: Ich bin inzwischen auf dem Standpunkt, nie länger als zwei Monate zu planen und da auch nur bei berechenbaren Dingen *lach. Von dem her gibt es noch nichts, was öffentlich gemacht werden sollte.

Welche Art von Musik hörst du in deiner Freizeit, wenn du dich nicht mit Prospective beschäftigst?

Caro: Viel Industrial und EBM aber auch Rockiges und allgemein Synthetisches, also bunt gemischt mit wenig bunt und viel Dark *lach.

Drei Stichworte, zu denen du bitte kurz und knapp antwortest:

Rot: Ist eine total schicke Haarfarbe.

Deutschland sucht den Superstar:
Geistige Prostitution

Umzug: Zwei in sechs Monaten *genervt die Augen verdreh*

Deine abschließenden Worte:

Caro: Erstmal bedanke ich mich bei euch für das schicke Interview und die Mühe, die ihr euch immer damit macht und für die Leser: Viel Spaß mit der Platte!!!

Vielen Dank für deine Antworten. Wir wünschen euch viel Erfolg für die Zukunft.

Caro: Dankeeeeeeee!!!!

http://prospective-music.net
www.myspace.com/prospectivemusic

© PromoFabrik (www.promofabrik.de) – März 2010
Interview: Dietmar Fels & Astrid Kerber


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