THE BEAUTY OF GEMINA – At The End Of The Sea


THE BEAUTY OF GEMINA – At The End Of The SeaSchon 2007, mit der Debüt-Veröffentlichung von Diary of a Lost, haben The Beauty Of Gemina bewiesen, dass sie eine der ganz großen Gothic-Bands sind. Und auch der Nachfolger A Stranger To Tears aus dem Jahre 2008 konnte durchaus überzeugen, auch wenn er praktisch „nur“ die legitime Nachfolge des Debüt-Albums war.

Diesmal haben sich The Beauty Of Gemina 2 Jahre für eine neues Album Zeit gelassen. Heraus kam At the End of the Sea – und im Gegensatz zu 2008 spürt man diesmal eine positive Weiterentwicklung bei jedem Song. So bekommen jetzt zum Beispiel die Gitarren einen deutlich größeren Raum. Und zwar gleich so viel Platz, dass sie die eigentlichen Antreiber in den Songs geworden sind. Sie prägen auch vorrangig das Bild der einzelnen Stücke – mal in einer tiefen, dunklen Seelenwelt von epischer Größe und im nächsten Song in sich selbst getrieben.

At the End of the Sea deckt in seiner Vielfalt fast alles von Darkwave bis Gothic Rock ab. So gibt es Gothic Rock-Hymnen wie den Opener Dark Rain, dann wieder düstere, getragene Songs wie Obscura, um in der Nachfolge einen treibenden Song wie Rumours zu haben. Gerade Rumours gehört für mich zu den absoluten Highlights eines sehr gut gelungenen Albums.

Es ist wirklich erstaunlich, wie Michael Sele es mit seiner sonoren, dunklen und begrenzt wirkenden Stimme schafft, doch jeden Song wieder einzigartig sein zu lassen. Und da merkt man, dass Michael Sele stimmlich doch nicht so begrenzt ist – im Gegenteil, er hat es gelernt sein „Instrument“ nahezu perfekt einzusetzen. Musikalisch wird diese Perfektion durch die verzerrten Gitarren, die das treibende Gerüst bilden, die Akustikgitarren, die den Songs eine selten vorkommende Leichtigkeit geben, und den Parts von Violine, Cello und Piano abgerundet. Jedoch ohne die obligatorischen elektronischen Elemente zu vernachlässigen oder zu unterdrücken. The Beauty Of Gemina zeigt, wie sich eine perfekte Symbiose anhören kann. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Songs bis ins kleinste Detail ausgearbeitet sind, ohne jemals überladen zu klingen.

Mit At the End of the Sea ist The Beauty of Gemina ein in sich harmonisches, abwechslungreiches Werk gelungen, das allen Freunden des Gothic Rock mehr als ans Herz gelegt sein mag und das auch vielen Anderen zu gefallen weiß. In Punkten eine 9,5 von maximal 10 Punkten. Und die 0,5 hebe ich mir für das 4te Studioalbum von The Beauty Of Gemina auf – denn wenn diese Truppe den eingeschlagenen Weg weiter so beschreitet, kann eigentlich nichts Anderes in 1-2 Jahren kommen.

Tracklist:
1.   Dark Rain
2.   Obscura
3.   Rumours
4.   Kings Men Come
5.   Sacrificed To The Gods
6.   End Of All
7.   Counting Tears
8.   In Silence
9.   A Fortune Tellers Dream
10. Black Cat Nights
11. Narcotica
12. Endless Sleep
13. untitled

WWW-Links:
www.thebeautyofgemina.com
www.myspace.com/thebeaut

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