SOKO FRIEDHOF Album-Veröffentlichung verschoben


soko friedhof - mordAchtung, Achtung: Der V.Ö.Termin des Albums Soko Friedhof „Mord“ wird um eine Woche verschoben, vom 26.11. auf den 3.12.2010!

Erfreuliches gibt es aber auch zu vermelden. Die Soko ist bereits im Studio, um Tracks für die Fortsetzung des Skandal Albums einzuspielen…Mord -2- droM …bald auch in euren Kinos…

Und wer in das erste Mord Album reinhören möchte, der kann dies auf der My Space Seite gerne tun, denn dort ist seit dem 24.11. der Titeltrack des Albums zu hören…

Die aktuelle Soko, die echte, wahrhaftige neue deutsche Härte:

SOKO +++ FRIEDHOF „Mord

Oder… ist sie zu freakig, bist du zu spiessig.

Na, da ist man von Soko Friedhof in ihrer Bandgeschichte ja schon einiges an Provokationen gewohnt, und nicht alles ging spurlos an ihnen vorbei, denn Konzertverbote oder Razzien waren quasi an der Tagesordnung. Doch was sie jetzt mit „Mord“ abliefern, schlägt dem Fass den Boden aus, denn man hat sich mit all den dunklen Stimmen der Strasse zusammengetan, hat Einflüsse des Alltäglichen und fantastischem Düster-Electro mit dunklem Deutsch Rap gepaart und eine Art hybriden Horror- und Hiphop mix ala SOKO meets K.I.Z meets schwarz meets Rammbock fabriziert, und es ist ein sarkastisch ironisch böses Meisterwerk geworden. Klar ist auch, dass vermutlich eine alteingesessene Grufti-Bewegung da schwer dran zu beißen haben wird und mit Tracks wie „Mord (aus niederen Beweggründen)“, „Ich ficke die Frau (eines Anderen)“,“Auf Wunsch (schneiden wir sie gerne in Scheiben)“ an ihre eigenen Grenzen stößt. Und ja, es gibt auch den ersten Goten Disstrack mit „Resterampe“ (Na, was sich darauf wohl reimt?), und vielleicht ist deine Lieblingsband dabei, deshalb erstmal abchecken das Ding und dann meckern und „Mord“-Drohungen verschicken… denn ein bisschen Dynamik, Diskussion, Kontroverse hat noch keiner Szene geschadet…und vielleicht bist du ja auch noch jung genug (im Herzen?) um doch noch etwas für dich zu entdecken?

Also verbleiben wir als Label, die dieses explosive Werk herausbringen musste, weil sie mit einer AK47 Wasser-Spritzpistole dazu gezwungen wurde, mit schwarzherzlichsten Grüßen aus der Gosse und sagen mit SOKO+++FRIEDHOF: Ich bin Alles, was du willst, dass ich für dich bin!…
oder auch: Kann mir bitte jemand mit dem Hammer auf das Hirn haun?! Oder wie wärs mit dem:
Ich sing dir etwas vor
mit meiner dunklen Stimme
mit der hab ich noch jede
hypnotisiert!

Im Player geht es rund. Erster Eindruck: so krass war die Sonderkommission noch nie – textlich, rhythmisch, rotzig, dreckig, animalisch, sarkastisch, triebgesteuert, gierig, gesellschaftsspiegelnd, auf Drogen, suizidgefährdet, mordend, tödlich, humorisch, launisch, kalt, schreiend, angsteinflössend, dissend,… toppt sie alles um Längen. Da kann echt jeder Rapper und Hip Hopper oder sogar die ganz harten Jungs (oder die, die sich dafür halten) einpacken und sich zu Hause unter Muttis Rock verstecken damit die Sonderkommission sie nicht findet. Bei dieser Soko gibt es echt was auf die Ohren und das Album strotzt vor Härte, Gewalt und Mordsgelüsten, egal ob suizidbezogen oder der einfache Mord aus blankem Hass, Lust oder Gier – der blanke Horror. Ja, es wird abgerechnet, eiskalt, wahllos, niederträchtig, berechtigt,…. Perfekt passend zu den Songs sind die Samples… gleich der erste Track haut voll rein und lässt einen bis zum Schluss alles Gute dieser Welt absolut vergessen. Schlussfolgert man Soko und das Kotzen danach muss es bei den nächsten Untoten Alben sehr, sehr schön und berauschend zugehen… denn dieses Mal führt einen die Sonderkommission nicht nur nahe an den Abgrund, sondern sogar einen Schritt weiter.
Harter, kalter Beat, gleich beim Opener und def. ein Album das man einfach sehr laut hören muss, es schreit regelrecht danach. Songs die wieder mehr als einmal zum Nachdenken anregen… eine Gesellschaft, eine Welt in der wir uns heute befinden und in der wir leben – in der es keine Werte mehr gibt. Schwarzer Humor wird bei diesem Album gross geschrieben und man muss wie gewohnt zwischen den Zeilen hören um die Message ganz mitzukriegen und zu verstehen. Wer’s nicht verstehen kann, der wird’s wohl nie und das Album landet bei Kleingeistern eh auf der roten Liste. Für alle anderen ein Einblick in eine Gesellschaft die nicht sooooo weit weg ist und man brauch den grossen Teich nicht zu überqueren um tiefe gesellschaftliche Abgründe zu finden. Nein, es findet vor unserer Haustür statt. Aber es gibt nicht nur Härte, sondern zwischendurch auch was zum Schmunzeln… man nehme den Mann mit der dunklen Stimme ;-)… mal jemand der sich traut den Grafen nicht zu loben, sondern das was er über ihn denkt direkt und unverblümt auszusprechen. Gleich darauf folgt was im Welle:Erdball Stil und ich habe fast schon Angst gekriegt, aber natürlich viel zu krass für die Weichspülerband und kommt gut :-). Solche Ironie liebe ich und davon kann man einfach nicht genug kriegen. Bei den meisten Songs wird gemetzelt, umgebracht, mal schnell, mal langsam, mal lustvoll, mal aus purem Hass auf sich selbst oder auf andere. Entweder andere, auch Klein-Mädchen bleiben nicht verschont oder sich selbst obwohl auch Suizid sich nicht wirklich lohnt, zu anstrengend – scheitert schon am Vorhaben. Also dann lieber umbringen lassen oder zu Drogen (Weltflucht) greifen (an denen stirbt man früher oder später bekanntlicherweise auch). Dass der Beat nicht immer laut schreiend sein muss um etwas zu bewegen beweist u.a. der vorletzte Track , sehr nachdenklich kommen Text und Sprechgesang rüber, genau so wie die zwischendurch gesprochenen Passagen, die mag ich sehr :-).
Leben ist tödlich, Soko mordend … ein sehr abwechslungsreiches Album mit vielen Facetten. Ja, die Soko rollt wieder und dieses Mal überrollt sie sogar :-). (Vicky Berchem)

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