ERILAZ – First of the Vortices


ErilaZ - First of the VorticeErilaZ ist eine neue finnische Industrial Metal Band. Dementsprechend ist die 4-Track EP „First of the Vortices“ auch deren Debüt. Das ist eigentlich ziemlich erstaunlich, wurde das Projekt ErilaZ doch schon 2005, damals allerdings noch als Soloprojekt, gestartet. Heute, 2012, ist man eine 3-köpfige Band und hat Liveerfahrung unter anderem im Rahmenprogramm von Hocico, Hanzel und Gretyl oder auch Diary of Dreams sammeln können. Auf der Downtown Metal Compilation waren ErilaZ auch schon vertreten und sie durften auch Tracks für Beati Mortui, Kuroshino und auf dem Debüt der US-amerikanischer Powermouth remixen.

Und jetzt stellen ErilaZ, die aus Erilaz (Vocals, Music), Proteus (Gitarren) und Aqi Kurosho (Synths) besteht, also mit „First of the Vortices“ ihre erste eigene Veröffentlichung vor. Und was dabei herausgekommen ist, kann sich durchaus hören lassen. Der Opener „July Cries“ startet mit stampfenden Elektrobeats, von sphärischen Synthieklängen unterlegt, und entwickelt sich dank hinzukommenden Gitarren und einer abwechslungsreichen Songstruktur zu einem feinen Industrial Track. Auch der folgende Song „New World Disorder“ präsentiert sich ähnlich vielschichtig und gelungen. Jedoch ist er im positiven Sinne noch etwas unberechenbarer, was vielleicht auch daran liegt, dass das Klangsprektrum hier noch mit zusätzlichen Pianoklängen ergänzt wird.

Erfreulicher Weise sind die Vocals nicht durch den Verzerrer gejagt worden, Erilaz‘ Stimme klingt auch so dunkel genug. Bei ErilaZ passen Vocals und musikalischer Gesamtsound sehr gut zusammen, was ja gerade im Industrial Bereich leider nicht sooo häufig der Fall ist. Leider werden die Vocals von Erilaz jedoch hin und wieder vom Sound der Band etwas überlagert, hält sich aber in Grenzen.

Die 2 bis jetzt genannten Songs sind jeweils ca. 6 Minuten lang und das ist okay so. Der 4te Song, „Horizons Lost To The Armageddon Sun“, liegt in der Remix-Version von SG.7, besser bekannt als Spellgoth, ist klanglich ähnlich, wirkt aber nicht so frisch und deswegen sind die 7:54 Minuten etwas lang für den Track. Was vor allem daran liegt, dass er nicht so abwechslungsreich wie „July Cries“ oder „New World Disorder“ ist. Unterm Strich aber immer noch ein guter Track und ein DJ kann ja auch schon nach 4-5 Minuten in den nächsten Song blenden.

Track Nummer 3, „Unknown Dark Horizons“, passt irgendwie gar nicht zu den anderen 3 Songs. Ich persönlich mag ihn, aber er ist deutlich langatmiger, schleppender und auch gewöhnungbedürftiger. Wie gesagt, ich mag den Song, aber er passt sich nicht harmonisch zu den anderen Songs ein.

Unterm Strich ist „First of the Vortices“ aber ein wirklich gelunges Industrial Debüt, das Lust auf ein ganzes Album von ErilaZ macht. Und wenn die 3 dann auch dieses Niveau über eine komplette CD halten können, dann haben wir ein neues Sternchen am Industrial-Himmel. Hoffen wir es einfach mal und harren der Dinge, die da noch kommen werden.

ErilaZ

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